Antoniushaus, Hochheim

„Der Mensch denkt, Gott aber lenkt“

Monika Dittmann feiert ihr 40jähriges Jubiläum als Gemeindereferentin

 

Hochheim, den 5. September 2017.- Seit 1977 steht Monika Dittmann als Gemeindereferentin im Dienst des Bistums Limburg. Im Rahmen einer Eucharistiefeier mit anschließendem Umtrunk feierte sie am Montag (4. September) ihr 40jähriges Dienstjubiläum im Antoniushaus Hochheim, wo sie seit 2011 als Seelsorgerin tätig ist. Zu 50 Prozent, die andere Hälfte ihrer Zeit arbeitet sie in zwei Alten-/Pflegeeinrichtungen in Flörsheim. „Aus biblischer Sicht ist die Zahl 40 eine Zeit der Krise, des Reifens und Wachsens, der Orientierung und auch der Neuorientierung unter den Augen Gottes. All das habe ich in den Jahren im eigenen Leben erfahren und schaue dankbar zurück – und neugierig nach vorne", freut sich die Seelsorgerin.

 

Bei all den Erfahrungen und Veränderungen, die sie in den vergangenen Jahrzehnten auch in der Kirche erlebte, wurde ihr eines immer deutlicher: „Wir als Menschen in der Nachfolge Jesu müssen einerseits aus dem Wort der Bibel leben, wenn wir Gott treu sein wollen. Andererseits ist für jeden Glaubenden immer der Mensch als erstes im Blick." Hierfür seien das Antoniushaus und auch die beiden Altenheime im Laurentius-Münch-Haus und im Eduard-Schwerzel-Haus in Flörsheim gute Plätze. Als Seelsorgerin im Antoniushaus kümmert sie sich um die Belange von Mitarbeitern sowie Bewohnern und Schülern mit körperlichen Beeinträchtigungen. Im Rahmen der Altenheimseelsorge in Flörsheim begleitet und unterstützt sie Menschen in ihren letzten Lebensjahren.

Schon seit ihrer Jugend engagiert sich die heute 62jährige in der Kirche: „Hier in Hochheim hatte ich in der Jugendarbeit, in der Liturgie und im Pfarrgemeinderat meinen festen Platz. Und so habe ich hier wohl auch meinen Weg finden dürfen. Die damals intensive Bibelarbeit hat mir die Liebe zur Heiligen Schrift eingepflanzt", weiß Monika Dittmann in der Rückschau.

Die Heilige Schrift als Wurzel des Glaubens war für sie das Fundament, auf dem sie Kinder- und Jugendarbeit, Erstkommunion-Katechese, Kirchenmusik, Familiengottesdienste und Erwachsenenbildung gestaltete. Nach 22 Jahren Tätigkeit in St. Marien in Wiesbaden-Biebrich und weiteren elf Jahren in Dotzheim, wo Beerdigungsdienst und die Trauerbegleitung zu wesentlichen Aufgaben wurden, kehrte sie 2011 nach Hochheim zurück.

„War der Wechsel nach 34 Jahren zurück nach Hochheim ins Antoniushaus und nach Flörsheim für die Seelsorge in zwei Altenheimen ein konsequenter Weg", fragt die Gemeindereferentin heute und beantwortet diese Frage selbst: „Vielleicht war es Führung. Während meines ganzen Lebens habe ich immer wieder erfahren dürfen, dass ‚der Mensch denkt, Gott aber lenkt‘ – und darüber bin ich sehr dankbar. Die Sensibilität dafür ist sicher auch eine Frucht intensiven Bibelstudiums und einem Leben mit Stille und Gebet. Mehrere Fortbildungen und Qualifikationen vertieften und bestätigten mich auf meiner Spur, bzw. lenkten mich auch auf neue Wege. Nicht zuletzt der Besuch an den biblischen Orten des Heiligen Landes hat mich geprägt – und birgt einen Schatz in sich, aus dem ich in der Seelsorge schöpfen kann."

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